Angespannt und gestresst aufgrund der Covid-19 Pandemie? Diese 6 Tipps können helfen

Wenn es um unsere emotionale Gesundheit und unser Wohlbefinden geht, ist Selbstfürsorge vor allem in der heutigen Zeit der Covid-19-Pandemie unerlässlich.

Was können wir tun, wenn wir merken, dass wir aufgrund von Corona immer stärkere Belastung spüren, gestresst und angespannt sind?

Hier ein paar Ideen und Tipps gegen Stressüberlastung und Anspannung:

 

1. Bleiben Sie aktiv – Stressbewältigung Nr.1

In den letzten 1,5 Jahren verbringen wir viel mehr Zeit zuhause als wir es vor der Pandemie taten. Das heißt aber nicht, dass wir deswegen zum Stubenhocker werden müssen. Aktiv bleiben hält nicht nur unseren Körper fit und reduziert chronische Gesundheitsprobleme, sondern senkt auch das Risiko einer Covid-19 Erkrankung, da das Immunsystem gestärkt wird.

Hinzu kommt, dass Aktivität und Bewegung unsere Stimmung hebt und unser Wohlbefinden steigert. Die Freisetzung von Endorphinen (sog. „Glückshormonen“) hebt unsere Stimmung und wir fühlen uns automatisch weniger angespannt und haben weniger das Gefühl, gestresst zu sein. Sport und Bewegung lässt uns am Abend zufriedener und ausgeglichener sein und wir können besser (ein)schlafen.

Sobald wir aktiv sind und Sport treiben, setzen wir unseren Fokus auf diese Tätigkeit, wir denken an etwas anderes und lenken unsere Gedanken und lassen sie sozusagen „mitlaufen“. Wir denken weniger an belastende Umstände. Unser Körper wird fitter, wir haben mehr Energie und fühlen uns in unserer Haut wohler.

Also, auf was warten Sie – ziehen Sie sich Ihre Laufschuhe an und schlagen den Covid-19-Stress in die Flucht!

 

2. Schnuppern Sie Ihren Stress weg

Wir kennen alle das Gefühl, wir kommen in einen wohlduftenden Raum und wir fühlen uns direkt wohl und entspannt. Wir fühlen uns wohl. Wir kennen aber auch das Gefühl, wir begegnen einer Person, die „riechen können“, sofort verspüren wir Widerstand und halten automatisch Abstand.

Bestimmte Düfte haben eine erwiesen beruhigende Wirkung. Die Auswirkung einer Aromatherapie wirkt sich positiv auf die Linderung depressiver Symptome und Stress aus.  Lavendel, Zitronenmelisse, Jasmin und Bergamotte helfen dabei den Stress zu lindern. Besorgen Sie sich ein Duftlämpchen, zünden Sie es am Abend an und hüllen Sie Ihre Wohnung in eine wohlduftende Spa-Oase. Sie werden spüren, dass Sie direkt entspannter sind.#

 

3. Unser Guten-Morgen Kaffee einmal anders

Wie oft geht es uns so, wir wälzen uns abends im Bett hin und her und können nicht einschlafen. Wir fühlen uns unruhig und sind innerlich noch topfit, obwohl unser Geist erschöpft ist und sich nach Schlaf sehnt. Viele Menschen trinken tagtäglich unzählige Tassen Kaffee, in unserer Kultur gehört der Kaffee am Morgen einfach mit dazu. Für einen gesunden Erwachsenen gilt eine Aufnahmemenge von max. 400 Milligramm an Koffein über den Tag verteilt unbedenklich – dies entspricht ca. 4 Tassen Kaffee. Diese Menge wird aber oft unbewusst überschritten. Ob Cappuccino, Milchkaffee oder zwischendurch einen Espresso. Wir genießen den Kaffeeduft und den Röstgeschmack einer guten Tasse Kaffee und verbinden dies oft mit einer Pause und Entspannung.

Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass das Koffein v.a. auch in der jetzigen Zeit der Unruhe und der Anspannung für Ihr Wohlbefinden ungut sein könnte? Koffein beeinflusst das zentrale Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt und die Schlafqualität. Sogar Angst und Stress können durch Koffein beeinflusst werden.

Sie können sich aber einen Start in den Tag ohne Ihre Tasse Kaffee nicht vorstellen? Sie spüren bereits, dass Sie Einschlafprobleme und generelle Unruhezustände haben? Ständige Nachrichten und alltägliche Neuerungen in Bezug auf die Covid-19-Pandemie belasten unsere Psyche und lassen unseren Körper unter Stress leiden.

Warum versuchen Sie nicht auf koffeinfreien Kaffee umzusteigen? Sie müssen nicht auf den Kaffeegenuss vollständig verzichten, tun Ihrem Körper aber direkt etwas Gutes.

 

4. Probieren Sie doch mal ein ganz neues Workout aus

Wenn es um Fitness geht, neigen Menschen dazu, das zu tun, was sie bereits kennen und gut können. Menschen sind Gewohnheitstiere. Warum nutzen Sie nicht einfach die Pandemie, verlassen Ihre Comfort Zone und nutzen die Zeit zuhause, um einmal etwas ganz anderes auszuprobieren. V.a. wenn Sie sich unsicher fühlen und ungern persönlich etwas Neues ausprobieren möchten, ist doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Viele Fitnessstudios bieten Online-Kurse an. Auf YouTube werden immer wieder neue Online-Sportaktivitäten und neue Sportübungen gezeigt und erklärt.  Sie können bequem in Ihrem Wohnzimmer sich neu versuchen und ausprobieren. In Ihren eigenen Wänden können Sie sich austoben und „zum Affen machen“ – niemand sieht Ihnen zu. Sie können Spaß haben, Ihren Körper auspowern. Auch viele Apps eignen sich hervorragend zum Reinschnuppern in ganz neue sportliche Aktivitäten, um auf andere Gedanken zu kommen. Wie wäre es mit Tanztraining, Zumba oder Boxen?

 

5. Der Zauberstift gegen Stress

Wir verbinden oftmals zu materiellen Dingen etwas Positives. Denken Sie z.B. an Ihr erstes Auto, dies ist etwas besonderes und sobald Sie es auf der Straße fahren sehen, kommen Ihnen automatisch positive Erinnerung in den Sinn. Oder denken Sie an einen Ihrer schönsten Urlaube, die Sie verbracht haben. Sie lesen über das Land einen schönen Reisebericht und in Ihnen steigt sofort ein positives Gefühl auf. Auf dieser Basis funktioniert der „Zauberstift gegen Stress“.

Wählen Sie einen Stift nach Ihrer Wahl aus und benennen Sie ihn zu Ihrem „Magischen Stift“, den Sie nur zum Aufschreiben POSITIVER Dinge verwenden. Ja, es möge vielleicht albern klingen, aber diese Methode kann einigen Menschen helfen, Ihren Fokus auf positive Dinge zu lenken und deren Denkweise positiv zu verändern. Wir verknüpfen materielle Dinge mit unseren Emotionen.

Probieren Sie es doch einfach einmal aus – halten Sie den Stift in der Hand und freuen Sie sich auf inspirierende, leichte Worte, die Sie niederschreiben dürfen. Folgen Sie Ihren positiven Gedanken – alles was Sie mögen, darf aufs Papier gebracht werden – Hauptsache es ist motivierend, achtsam, liebevoll und voller Leichtigkeit.

Vielleicht fällt es Ihnen anfangs schwer, da Sie sich noch immer angespannt und gestresst fühlen und keine positiven Gedanken hervorrufen können, aber bleiben Sie dran und üben Sie es. Tag für Tag – ein paar Worte.

Wir können diese positive Verbindung jederzeit hervorrufen, indem wir das Objekt (z.B. hier unseren Zauberstift) eine signifikante Bedeutung zuordnen und es auf diese Weise verwenden.

Warum schreiben Sie nicht mit Ihrem magischen Stift eine Liebeserklärung an sich selbst?

 

6. Waldbaden bei Stressüberlastung

Shirin Yoku – so wird Waldbaden in Japan genannt. Sicher haben Sie davon schon einmal gehört. Aber was ist das?

Waldbaden ist eine Naturheilmethode, welche in der freien Natur – im Wald – stattfindet.

Jeder von uns verbringt viel zu viel Zeit vorm PC, in Räumen und zu wenig Zeit in der schönen freien Natur. Waldbaden findet genau dort statt – in frischen, satten Wäldern, voll von grünen Bäumen, sattem, duftendem Moos und angenehmer Ruhe.

Bäume setzen verschiedene Stoffe frei – sog. Terpenoide. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese botanischen Duftstoffe, die besonders Fichten, Kiefern und Tannen ausströmen, Krebszellen abtöten sollen. Forscher verfütterten Terpenoide an Tiere, welche an Krebs litten. die Folge war, dass sich deren bösartigen Geschwüre zurückgebildeten und bei gesunden Tieren, Krebszellen erst garnicht entstanden.

Verbringen Sie einen Tag im Wald, haben Sie – einer Studie zufolge – 40 Prozent mehr dieser „Killerzellen“ in sich – dieser Effekt hält etwa eine Woche lang an.

Spornt das nicht an, statt einen Film im TV anzusehen, lieber hin und wieder einen Waldspaziergang zu unternehmen und frische Luft einzuatmen, die Natur zu genießen und den Stress „wegzubaden“? Schnappen Sie sich Ihre Kinder – Sie werden überrascht sein, wie spannend ein Wald mit all seinen Facetten sein kann.